Vereinschronik

"GVK" Die Große Völklinger Karnevalsgesellschaft

Völklingen, im mittleren Saartal gelegene Mittelstadt, ist die viertgrößte Stadt des Saarlandes. Dort wurde die heute unter dem Namen GVK "Die Kreisler" bekannte Karnevalsgesellschaft gegründet, sie betrachtet sich als die Nachfolgerin der 1897 gegründeten "Große Völklinger Karnevalsgesellschaft".Als Zeichen der Verbundenheit und Wahrung der Tradition mit der alten Gesellschaft, übernahmen die "Kreisler" bei ihrer Gründung 1952 den alten Namen "Große Völklinger Karnevalsgesellschaft" mit.

Die Vereinschronik hält fest, dass bereits am 6.1.1889 in Völklingen eine Kappensitzung veranstaltet wurde. Dann kam eine lange Pause bis 1893. Erst 1897 ging es richtig los, als am 2. Januar die "Große Völklinger Karnevalsgesellschaft" ihre erste Kappensitzung startete. Durch diese Gesellschaft kam die hiesige Fastnacht richtig in Schwung und erreichte ein beachtliches Niveau.

Unterbrochen durch den 1.Weltkrieg, dauerte es bis 1938, um wieder Idealisten zu finden, die sich der "Völklinger Faasend" zur Verfügung stellten. Dazu gehörten: Metti Gapp, Willi König, Franz Schmitt ( Datsch ) Jupp Cornelius. Nicht zu vergessen Fritz Godel (Fissäls Fritz ), der im Jahr 1985 verstorben ist. Nach dem 2.Weltkrieg fanden bereits 1948 wieder Kappensitzungen und Kostümbälle durch die damalige Sportgemeinde Völklingen statt. In ihr war der Sportverein 06, Schwimmverein 09, und der Turnverein von 1878 vereint.

Im Jahr 1952 wurde eine neue Karnevalsgesellschaft gegründet, der man in Anlehnung an die bekannte deutsche Fußballmannschaft "Schalke 04" (genannt "die Kreisler") den Namen "Die Kreisler "gab. Gleichzeitig beschloss man, den Namen der 1897 gegründeten Gesellschaft zur Wahrung der Tradition mit zu übernehmen.

Franz Knoblauch übernahm als 1. Präsident 1952 die Führung der Gesellschaft. Sein Nachfolger wurde 1955 Heinz Kohler, der im gleichen Jahr einen Fanfarenzug gründete und den Kreislern angeschlossen wurde. Später hatte dieser sich unter dem Namen "Fanfarencorps Völklingen 1955 " selbständig gemacht.

Im Jahr 1965 übernahm Josef Salgert die Präsidentschaft. Er erlangte besondere Verdienste im Vorstand des Saarländischer Karnevalsvereine.

Gerd Heckmann wurde in der Jahreshauptversammlung 1968 als Präsident gewählt. Unter seiner Präsidentschaft fand 1969 erstmals seit Jahren wieder ein Rosenmontagszug statt. Der Erfolg ermutigte den Verkehrsverein Völklingen, den Rosenmontagszug zu übernehmen. Durch das hervorragende Einvernehmen mit der Stadtverwaltung Völklingen wurde es möglich, den älteren Bürger der Stadt frohe und vergnügte Stunden zubereiten. Gemeinsam mit dem Sozialamt wurde jedes Jahr Nachmittagskappensitzungen durchgeführt, für die sich die Akteure der Gesellschaft gerne zur Vergnügung stellten. Der allzu frühe Tod von Gerd Heckmann beendet 1981 eine erfolgreiche Ära.

Rudolf Korn leitete nach dem Tod von Gerd Heckmann zunächst als Vizepräsident und nach der Jahreshauptversammlung 1982 als Präsident die Gesellschaft. Er legte großen Wert darauf, Kontakte zu den benachbarten Karnevalsvereinen aufzubauen und zu pflegen. Leider war ihm durch seine Krankheit nur eine kurze Zeit ( Oktober 1983 ) vergönnt, die Geschicke der Gesellschaft zu leiten.

Ursula Weis trat zunächst als Vizepräsidentin die Nachfolge von Rudolf Korn an. In der Jahreshauptversammlung am 8.5.1984 wurde sie zur ersten Präsidentin der Gesellschaft gewählt.

Nachdem Ursula Weis ihr Amt zur Verfügung stellte wurde Wolfgang Strempel in der Jahreshauptversammlung am 8.5.1990 zum neuen Präsident gewählt. Während seiner Präsidentschaft werden die guten Verbindungen zur Stadtverwaltung Völklingen und den Karnevalsgesellschaften im Regionalverband Völklingen - Warndt aufrecht erhalten und weiter ausgebaut. Mit Stolz darf auch auf die gute Zusammenarbeit der Gesellschaft mit dem Verkehrsverein, dem Handel und Gewerbe, dem Initiativkreis, dem Turnverein von 1878 e.V. sowie dem Pensionärverein der Völklinger Hütte hingewiesen werden.

Im Jahr 1996 wurde Walter Engel zum Nachfolger gewählt, der seitdem mit viel Elan und sicherer Hand die Geschicke der Großen Völklinger Karnevalsgesellschaft leitet. Während noch alle Welt sich um das Millennium sorgte meisterten die Völklinger Kreisler aufgrund der engagierten Mitglieder problemlos die Jahrtausendwende. Dies zeigten unter anderem zwei glanzvolle Kappensitzungen die, die Rückschläge des letzten Jahres vergessen machten.

Im Juni 2006 übernahm Andreas Schwickert das Amt des Präsidenten. Mit neuen Vorstandsmitgliedern und einer jungen Mannschaft wurde ein Neuaufbau der Vereinsarbeit auf den Weg gebracht, die Satzung den neuen Gegebenheiten angepasst und eine Geschäftsordnung beschlossen. Die Jugend innerhalb der Kreisler bildete eine eigene Abteilung.

Im Jahr 2007 wurde das närrische Jubiläum 10 x 11 Jahre glanzvoll begangen. Im Folgejahr 2008 konnte schon wieder eine närrische Jahreszahl gefeiert werden. Die Kreisler wurden 111 Jahre alt. Zu beiden Anlässen wurden aussagekräftige Jubiläumsschriften herausgegeben, welche die Geschichte des Vereins auf eindrucksvolle Weise darstellten. Neben den üblichen Veranstaltungen einer Session kamen neu dazu wieder eine „Seniorenkappensitzung“, im Jahr 2008 das Warndt-Turnier des Regionalverbandes und die Sessionseröffnung des Regionalverbandes.

Nachdem Andreas Schwickert im Frühjahr 2009 sein Amt aus persönlichen Gründen abgab, wählte die Mitgliederversammlung am 08.05.2009 Reimund Lingstädt zum neuen Präsidenten der Gesellschaft.



In diesem Sinne ein Völklinger Daje